Mangel

Definition

Ein Mangel meint die negative Abweichung des Werks von der vertraglich vereinbarten Soll-Beschaffenheit (vgl. § 633 II 1 BGB).

Der Mangel bildet die zentrale Anspruchsvoraussetzung des werkvertraglichen Gewährleistungsrechts. Nach § 633 II 1 BGB ist zwischen Sachmängeln (Abweichung von der vereinbarten Beschaffenheit) und Rechtsmängeln (Rechte Dritter am Werk) zu unterscheiden. Liegt ein Mangel bereits bei Abnahme vor, stehen dem Besteller die Rechte aus § 634 BGB zu, insbesondere Nacherfüllung, Selbstvornahme, Rücktritt, Minderung und Schadensersatz. Anders als im Kaufrecht ist beim Werkvertrag zudem die Abnahme als Zäsur für die Beweislastverteilung von besonderer Bedeutung. Mehr dazu im Beitrag Mangelbegriff.

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