Von den Leistungskondiktionen sind die Nichtleistungskondiktionen zu unterscheiden. Während bei den Leistungskondiktionen eben eine Leistung durch den Anspruchsteller erfolgt, erfolgt der Rechts-/Sachübergang bei der Nichtleistungskondiktion ohne das Zutun des Anspruchstellers ("in sonstiger Weise"), also eben nicht durch Leistung.
Die Nichtleistungskondiktionen dienen dem Schutz von Rechtsgütern vor unberechtigter Inanspruchnahme.
Die Eingriffskondiktion nach § 812 I 1 Fall 2 BGB stellt eine besonders klausurrelevante Nichtleistungskondiktion dar.
I. Arten der Nichtleistungskondiktion
Wie bei der Leistungskondiktion gibt es auch bei der Nichtleistungskondiktion verschiedene Anspruchsgrundlagen.

Die Eingriffskondiktion gemäß § 812 I 1 Fall 2 BGB ist einschlägig, wenn der Kondiktionsschuldner in den Zuweisungsgehalt eines fremden Rechts eingegriffen hat (dazu mehr im Artikel zur Eingriffskondiktion).
Wenn weder ein solcher Eingriff noch eine Leistung des Kondiktionsgläubigers vorliegt, greifen die sonstigen Nichtleistungskondiktionen ein. Hier gibt es im Rahmen des § 812 I 1 Fall 2 BGB die
Weitere Fälle der Nichtleistungskondiktion sind in § 816 BGB (siehe hier) und § 822 BGB (siehe hier) enthalten.